WESTERN

 

Der Ursprung des Westernreitens liegt- wie jeder weiß -im „Cowboyland Amerika“ und so manch einer lässt sich vom raubeinigen Umgang mit dem Pferd aus Film und Fernsehen blenden: das Westernreiten aber setzt einen besonders sanften Umgang mit dem Pferd voraus und es ist vor allem ein Reitstil, der auf eine harmonische Zusammenarbeit zwischen Pferd und Reiter abzielt.
Das fertig ausgebildete Westernpferd wird durch seine Ausbildung zu einer selbständigen Mitarbeit erzogen: Es soll mit einem Minimum an Hilfen auskommen und trotzdem jederzeit der absoluten Kontrolle des Reiters unterliegen. Das Westerreiten basiert auf konsequenten Elementen und Übungen, die das Pferd in seinem natürlichen Bewegungsablauf bereits grundsätzlich kennt und beherrscht.
Bei der modernen Westernreitweise kommt es ganz besonders auf das „Western Horsemanship“ an. Gemeint ist damit die pferdgerechte Haltung und Ausbildung unter Beachtung des Tierschutzgedankens, wovon sich Besucher eines Western-Reitturniers leicht überzeugen lassen können: der Einsatz einer Gerte ist verboten, der übermäßige Gebrauch der weicheren, leicht abrollenden Sporen muss laut Reglement vermieden werden. Es darf nicht an Zügeln oder Gebiß gezerrt werden, das Aufreißen des Pferdemauls wird durch Punktabzug geahndet. In der Prüfung findet eine strenge Kontrolle von Gebiß, Maul und Pferd durch den Richter statt.